Arkham Horror

CoverEin kooperatives Brettspiel vom Heidelberger
Spieleverlag
basierend auf dem Cthulhu-Mythos, geschaffen aus Erzählungen von H.P. Lovecraft.
Jeder Mitspieler übernimmt die Rolle eines Ermittlers, welcher von der Bedrohung durch einen „Großen Alten“ erfahren hat. Als eben jener Ermittler streift man durch die Stadt Arkham und durch seltsame Dimensionen, auf der Suche nach Hinweisen, um das Erwachen des bösen Gottes zu verhindern.

Das Spiel:

Arkham Horror ist ein kooperatives Spiel, indem sich die Ermittler gemeinsam den Herausforderungen des Spielbretts stellen. Das Brett agiert durch automatische Mechanismen im Spielablauf gegen die Bemühungen der Spieler.
Ziel des Spiels ist es, durch das Schließen oder Versiegeln von Dimensionstoren das Erwachen des „Großen Alten“ zu verhindern oder, wenn dies nicht gelingt den „Großen Alten“ zu bekämpfen nachdem dieser erwacht ist.

Spielweise:

Arkham

Taktik und Glück sind die Eigenschaften, die es braucht, um das Spiel zu bezwingen. Man muss als Gruppe agieren und gemeinsam überlegen, wie man vorgeht.
Das bringt jedoch gar nichts, wenn mit jeder Spielrunde der „Große Alte“ seinem Erwachen näher kommt und Monsterfluten die Stadt überrennen.

Bei so ziemlich jeder Aktion, die von den Spielern oder durch die Spielmechanik ausgelöst werden, steigt die Verderbensleiste und das Spielende rückt näher.
Ein Dimensionstor öffnet sich – Verderbensleiste steigt
Ein Gerücht wird nicht aufgeklärt – Verderbensleiste steigt
Ein Spieler niest – Verderbensleiste steigt

Spielerlebnis:

Die Spielmechanik, gegen die die Spieler antreten, kommt den Spielern schnell unfair vor, was jedoch dem Spielspaß keinen Abbruch tut. Schließlich kann man gemeinsam über das Spielbrett lästern, welches eindeutig zu schummeln scheint.
Etwas inkonsequent zum Setting „Cthulhu-Mythos“ wirkt es, dass den Ermittlern, solange der „Große Alte“ nicht erwacht ist, nichts passieren kann.
Ein verstörendes Erlebnis sorgt zum Beispiel dafür, dass der Ermittler seine geistige Gesundheit vollständig verliert oder der Kampf gegen ein Monster reduziert seine Ausdauer auf 0 und dennoch übersteht der Spieler diese Situation. Er erwacht lediglich in Sanatorium bzw. Hospital.
Erst das Erscheinen des bösartigen „Großen Alten“ bedroht das Heil der Spielercharaktere. Jedoch ist der Kampf gegen den „Großen Alten“ zumeist komplett aussichtslos.

Fazit:

Das Spiel ist ein großer Spaß für frustrationstolerante Spieler oder für solche, die generell viel Freude am Cthulhu-Mythos und lovecraftschen Geschichten haben. Zumal der vergebene Kampf gegen übermächtige Götter Thema und Kern des Mythos sind.
Die Regeln sind sehr komplex und teils unübersichtlich. Hier empfiehlt es sich, bei jeder Partie einen Spieler dabei zu haben, der das Spiel nicht zum ersten Mal spielt.
Das erste Aufbauen des Spielbretts, für das man einen großen Spieltisch benötigt und das Erläutern der Regeln für neue Mitspieler ist ziemlich zeitintensiv, was man dringend mit einplanen sollte.
Mehrere Stunden reine Spielzeit sorgen dafür, dass dieses Spiel sich nicht für spontane Spielrunden eignet. Dafür wird man allerdings mit intensiven Spielerlebnissen belohnt.
Arkham Horror bleibt dauerhaft spannend und ermöglicht viele unterschiedliche Partien. Es ist anspruchsvoll, wer aber einen gewissen Ehrgeiz entwickelt, das Spiel zu schlagen, wird es immer wieder spielen wollen.
Zudem bietet der Heidelberger Spieleverlag viele Spielerweiterungen an, welche die Schwierigkeit noch weiter erhöhen und dafür sorgen, dass keine Langeweile auftritt.

Die Arwinger Mark – Im Schatten des Kynhold

CoverRezension – Teil 2
Vor einem Jahr hatte Jonas den Regionalband zur Arwinger Mark rezensiert. Nun folgt der zweite Teil zu den beiden Einsteigerabenteuern, die in dem Band ebenfalls enthalten sind.

Zwist der Geschwister:
In „Zwist der Geschwister“ werden die Abenteurer von einem verschüchtertem Gnom engagiert ihn zu beschützen, vor seiner Schwester. Neben dem Schutzauftrag finden die Abenteurer heraus, dass das Erbe, welches der verstorbene Vater hinterlassen hat, nicht ohne weiteres angetreten werden kann.
Hier ist eine Schnitzeljagd durch die Hafenstadt Arwingen zu absolvieren, um dem potentiellen Erben zu helfen.
Das Abenteuer ist gut geschrieben und enthält viele Hinweise wie man das Abenteuer als Spielleiter angehen kann. Gerade für Einsteigergruppen, die erste Schritte in der Welt von Splittermond wagen ist dieses Abenteuer gut geeignet. Da die Abenteurer Hinweisen durch die komplette Stadt hinterherjagen lernen sie den Ort und seine Besonderheiten gut kennen.

Seelenqualen:
Dieses Abenteuer führt die Spieler hinaus aus der Hafenstadt Arwingen. Die Hauptverkehrsstraße, welche Arwingen mit der Hauptstadt Sarnburg verbindet, entlang zum Seelenmoor. Sie folgen dem Hinweis eines Pristers, der alte Dokumente gefunden hat, welche von einer Verfluchtem Mann und einem ebenso verfluchtem Schatz spricht.
Ob nun aus edlen Beweggründen, dem Priester zu helfen die verdammte Seele zu befreien, oder um den Wertvollen Schatz abgreifen zu können, finden sich die Abenteurer schnell auf dem Tränendamm wieder und betreten später das nicht ungefährliche Seelenmoor.
Bei diesem Abenteuer handelt es sich um eine kleine Schatzsuche, mit einigen zufälligen Begegnungen. Hier können die Spieler viel über das Seelenmoor und einige historischen Hintergründe zu der Herrschaft durch die Drachlinge erfahren. Da die vergangene Drachlingsherrschaft in der Welt von Splittermond ein sehr wichtiger und prägender Bestandteil der kulturellen Entwicklung sämtlicher Völker auf Lorakis ist, ist auch dieses Abenteuer für Einsteiger in diese Welt sehr gut geeignet.