Zombie-Würfel

zombiediceKennt ihr das auch?
Man schlurft seelenruhig durch die verlassenen Straßen und plötzlich kommt jemand um die Ecke gesprungen. Man riecht die aufkeimende Angst des Typen, der Geruch steigt einem in die Nase und man bekommt Hunger. Plötzlich zieht der Mensch eine Waffe, schießt und flieht.
Nein? -Nicht?

Zugegeben in den meisten Spielen in denen Zombies auftauchen, verkörpert man den Überlebenden, der durch ein postapokalyptisches Setting versucht zu fliehen oder aktiv den Kampf mit den belebten Toten angeht.

Das Spiel:

Nicht so bei dem Spiel Zombie Würfel vom Pegasus Spiele. Hier seid ihr der Zombie, der versucht, sich von Gehirnen der Lebenden zu ernähren. Es entsteht ein kleiner Wettstreit unter Zombies. Jeder Spieler verkörpert einen Zombie und wer zuerst 13 Gehirne verspeist hat, wird zum Zombiekönig ernannt.

Das Spiel beinhaltet 13 Würfel mit drei unterschiedlichen Farben: Grün, Gelb und Rot.
Die Würfel sind in einem hohen runden Behälter, der gleichzeitig als Würfelbecher dient. Ebenfalls enthalten ist ein Zettel mit den kurzen und einfachen Spielregeln.
Auf den Würfeln sind in unterschiedlicher Verteilung drei Symbole eingeprägt: Gehirn, Fußspuren und Explosion.

Spielverlauf:

Der Spielverlauf ist sehr simpel gehalten. Der aktive Spieler mischt die Würfel durch schütteln im Becher und zieht dann blind drei Würfel. Diese drei Würfel wirft er auf dem Tisch und wertet das Ergebnis aus. Der Spieler will Gehirn-Symbole sammeln. Die Fußspuren bedeuten, dass ein Opfer entkommen ist und das Explosionssymbol, dass sogar auf den Zombiespieler geschossen wurde. Ein erwürfeltes Gehirn muss also aus dem Würfelpool herausgelegt werden, ebenso ein Explosionssymbol. Fußspuren werden beim nächsten Wurf erneut gewürfelt, sofern der Spieler sich zu einem weiteren Wurf entschließt.
grüngelbrot

Wenn der Spieler beim ersten Wurf also von jedem Symbol eines hat, legt er ein Gehirn und eine Explosion zur Seite. Nun entschließt er sich, einen weiteren Wurf zu wagen. Er zieht also zwei weitere Würfel aus dem Becher und wirft diese gemeinsam mit dem noch vorhandenen Fußspurenwürfel und wertet wieder das Ergebnis aus.
Nach jedem Würfelwurf kann der Spieler sich entscheiden, ob er aufhören will oder weiterspielt. Wenn er aufhört, werden die Gehirne gezählt und notiert (oder gemerkt), dann kommen sämtliche Würfel zurück in den Würfelpool und der Becher wird an den nächsten Spieler weitergereicht.
Der Spielzug des Spielers endet aber auch, sobald er insgesamt drei Schüsse abbekommen hat. Wenn beim Wurf der dritte Schuss im Zug des Spielers fällt, ist er zurückgeschlagen und sämtliche in diesem Zug gewürfelten Gehirne gehen verloren. Man muss also jedes Mal entscheiden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, getroffen zu werden.Wichtig werden jetzt die unterschiedlichen Farben der Würfel:
Auf einem grünen Würfel sind drei Seiten mit Gehirnsymbolen versehen, zwei mit Fußspuren und nur eine mit einer Explosion. Auf gelben Würfeln ist das Verhältnis aller Symbole gleich verteilt und auf den roten sind drei Explosionen, zweimal Fußspuren und nur ein Gehirn.
Hier kommt ein wenig taktische Überlegung ins Spiel, wenn man feststellt, dass vorwiegend nur noch rote und gelbe Würfel im Becher sind und man schon zwei Schüsse abbekommen hat. Dann denkt man zweimal nach, bevor man einen weiteren Schuss riskiert und bricht lieber ab und zählt die aktuellen Gehirne.

Fazit:

Zombie Würfel ist ein leicht zu erklärendes Spiel, das sehr schnell läuft, sodass es meist nicht bei nur einer Partie bleibt. Es macht sehr viel Spaß, spielerisch mal die Rolle des Untoten zu übernehmen und es ist ist erstaunlich zu sehen, wie unterschiedlich die Spieler auf Sicherheit oder Risko gehen und was bei wem zum Erfolg führt.
Das Spiel ist auch für größere Gruppen sehr geeignet und vor allem auf Parties ein beliebtes und erheiterndes Spiel. Es ist klein, wodurch es sich gut jederzeit mitnehmen lässt und braucht so wenig Platz, dass es sich auch quasi überall spielen lässt.