Einlagen für Brettspielkartons

Inlay im KartonViele der besonders beliebten und gefragten Brettspiele beinhalten eine Vielzahl an Karten, Token, Pappschnipseln und Figuren. Oftmals steht man, nachdem man ein Spiel zum ersten Mal ausgepackt und aufgebaut hat, vor der Herausforderung, dies wieder in seinen Karton zu packen. Bei den meisten Spielen schafft man es zwar, irgendwie alles in die Verpackung zu quetschen, aber jedes Mal wenn man das Spiel wieder herausholt und zu Spielbeginn aufbauen möchte, geht die Sortiererei los.
Kartenstapel müssen voneinander getrennt werden, die Münzen liegen überall im Karton und die Lebenspunktemarker haben sich mit den Magiemarkern vermischt.

Ich möchte euch hier zeigen, wie ich versuche, dem Chaos in Brettspielkartons Herr zu werden und damit auch die Vorbereitungszeit zu minimieren, wodurch vielleicht nach der ersten Partie noch Zeit für eine zweite bliebe.

Ich zeige das Erstellen solcher Einlagen am Beispiel des Brettspiels „Talisman“ vom Heidelberger Spieleverlag. Das Spiel beinhaltet drei unterschiedliche Spielsteine, welche die Lebenspunkte, die Stärke und das Talent (Magieattribut) darstellen. Diese gibt es jeweils in zwei Ausführungen, dem einfachen und dem großen Stein, welcher für fünf Punkte steht. Dann gibt es kleine Spielgeldmünzen, einen Haufen an unterschiedlichen Karten, die Charakterbögen und die Spielfiguren.

Als erstes habe ich die Höhe des Spielkartons ausgemessen, in diesem Fall 7 cm. Die Höhe des gefalteten Spielplans (1 cm), da dieser ja auch noch mit in den Karton passen soll.
Ich habe zwei Schaumstoffraster in der Höhe 2,5 cm bestellt und zwei Schaumstoffböden mit 0,4 cm Höhe. Die Kurze Seite misst 34.5 cm, ideal für den Spielekarton und die Langeseite ist mit 55 cm etwas zu lang. Hier muss man Boden und Raster entsprechend zuschneiden, damit es passt. Dann hat man die Rohlinge für zwei Ebenen, in denen man die Raster für die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

Nun habe ich festgelegt, wo welche Spielutensilien abgelegt werden sollen und wie groß die Felder dafür sein müssen. Danach konnte ich die Raster entsprechend auftrennen. Bevor das Ganze dann verklebt, wird nochmals überprüft, ob es auch vernünftig passt.

Nachdem alles zu meiner Zufriedenheit vorbereitet ist, habe ich die Folie von der Unterseite des Rasters entfernt und den zugeschnittenen Boden sorgsam festgeklebt. Jetzt kann der Inhalt des Spiels in die neuen Schaumstoffeinlagen wandern und man freut sich gleich darauf, das Spiel bald möglichst wieder zu spielen.

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Eldritch Horror

EH01_BoxLid-GERMAN.inddEldritch Horror lautet der Name des 2014 beim Heidelberger Spielverlage erschienenen Spiels, welches sich mit dem Kampf einer Handvoll Ermittler gegen das Erwachen eines der »Großen Alten« aus Lovecrafts Cthulhumythos beschäftigt. Wer bei dem Spiel sofort an Arkham Horror denken muss, liegt nicht falsch, man könnte Eldritch Horror quasi als das Schwesterspiel von Arkham Horror bezeichnen.
Das Spiel:
Wie Arkham Horror so ist auch Eldritch Horror ein kooperatives Spiel, in dem die Spieler gemeinsam versuchen, das Erwachen des »Großen Alten« zu verhindern. Hierfür muss in Eldritch Horror allerdings verschiedene Städte und Orte auf der ganzen Welt bereist und Expeditionen in entlegene Gebiete unternommen werden. Die Vernichtung der Welt kann nur aufgehalten werden, indem verschiedene Mysterien gelöst werden, welche bestimmten Aufgaben entsprechen.

Spielweise:

Auch bei Eldricht Horror gehört eine gehörige Portion Glück dazu, um das Spiel bezwingen zu können. Im Gegenteil zu Arkham Horror können hier aber nicht »einfach« die Tore auf ewig versiegelt werden, sondern man kann diese nur temporär schließen. Gemeinsames taktisches Vorgehen gehört aber dazu, da es häufig an verschiedenen Enden der Welt gleichzeitig brennt. Nur wer sich aufteilt und seine Ressourcen klug einsetzt, hat eine Chance, dem »Großen Alten« und ihren Anhängern einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Fazit:

Auch Eldricht Horror ist ein gnadenloses Spiel. Im Gegensatz zu Arkham Horror ist das voranschreiten des Verderbensmakers jedoch zufälliger. So kann es sein, dass eine Spielrunde, welche zunächst noch sehr positiv für die Spieler aussieht, sich in wenigen Zügen in einen Alptraum verwandeln kann. Ein Spaß bleibt es aber trotz allem, denn: Wer Lovecraft liebt, weiß, dass den Protagonisten in seinen Geschichten meist nichts Gutes blüht und kann das Ganze auch mit Humor nehmen. Für Leute mit viel Ehrgeiz bringen die verschiedenen »Großen Alten«, die als Gegner gewählt werden können und der sich damit ändernde Spielverlauf, stetig neue Herausforderungen. Alles in allem ist es ein tolles Spiel und eine schöne Alternative zu Arkham Horror, doch auch hier sollte genug Zeit mit eingeplant werden.